kunstverein-lippe.de

Lukas Hoffmann

Fotografie

19. Juli__6. September 2026
im Schloss Detmold 

Lukas Hoffmann (geb. 1981 in Zug, Schweiz) ist ein vielfach ausgezeichneter Künstler. Nach seinem Studium an der École Nationale Supérieure des Beaux Arts in Paris (2003-2007) hielt er sich im Rahmen von Residencies in New York, Antwerpen, Berlin, Prag und Budapest auf. Seit 2007 stellt er regelmäßig in Einzelwie Gruppenausstellungen in Frankreich, Deutschland, Polen und der Schweiz aus. Vier Monografien sind bisher erschienen: „Strassenbilder“ (2023), „Untitled Overgrowth“ (2019), „Sharing Kalesija“ (2015) und „vingt-six photographies“ (2011). Arbeiten des Künstlers finden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen, wie zum Beispiel im Fotomuseum Winterthur, Los Angeles County Museum of Art (LACMA), Centre Georges Pompidou (Paris), Photo Elysée (Lausanne) oder im FRAC Auvergne (Clermont- Ferrand). Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin.

Johanna Schiffler sagt über die Ausstellung: 

„Seine Bilder zeigen urbane Räume, die wie abstrakte Kompositionen eine eigene Bildwirklichkeit behaupten, oder anonyme Porträts von Passanten, deren bewegte Körperlichkeit im präzisen Detail der kontrastreichen Schwarzweißabzüge in Erscheinung tritt. Das flüchtige Moment einer Bewegung hält Hoffmann auch in seinen doppelt belichteten Aufnahmen von Schwänen fest, deren Federn sich – tastbar und durchsichtig zugleich – auf dem Wellenmuster spiegelnder Wasseroberflächen abzeichnen.

Die Ausstellung im Detmolder Schloss legt einen Fokus auf das fotografische Verfahren der Doppelbelichtung, mit dem Hoffmann Zeitlichkeit bildnerisch verdichtet. Dabei entstehen Bilder in denen formale Stringenz und sinnliche Fülle in ein vibrierendes Spannungsverhältnis treten.

Obgleich das Abgebildete in Hoffmanns Fotografien stets erkennbar bleibt, lassen technische und kompositorische Strenge den Gegenstand hinter seiner fotografischen Darstellung zurücktreten. So nutzt Hoffmann das Medium der analogen Fotografie, nicht um Wirklichkeit abzubilden, sondern um eine Weise ihres Erscheinens ins Bild zu setzen.“

Wir danken der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia für Ihre finanzielle Unterstützung dieser Ausstellung.

Weitere Infos: www.lukashoffmann.net